Kuratorium der FU Berlin gegen Personalabbau und für die Achtung der Mitbestimmung des Betriebsrates

Die Sitzung des Kuratoriums am vergangenen Donnerstag war gut besucht, nicht nur wegen uns, sondern auch wegen der KanzlerInnenwahl. Über 50 Unterstützerinnen und Unterstützer sind unserem Aufruf gefolgt. Wir haben ausführlich über den Stand der Dinge informiert. Unser Betriebsgruppensprecher, der bei der Betriebsgesellschaft beschäftigt ist, und eine Gärtnerin mit FU Vertrag haben auch mal bildlich „in Gartensprache“ den Unterschied zwischen BG-Lohn und FU-Lohn dargestellt.

der kleine und der große Garten

Nach einer Kundgebung vor dem Kuratorium haben wir an der Sitzung des Kuratoriums teil genommen. Wir begrüßen, dass sich das Kuratorium gegen Personalabbau durch betriebsbedingte Kündigungen oder durch Fremdvergaben kommt. Wir begrüßen auch, dass das Kuratorium wahrgenommen hat, dass die Mitbestimmung des Betriebsrat in der Vergangenheit von der Geschäftsführung der Betriebsgesellschaft nicht durchgehend geachtet wurde und für die Zukunft erwartet, dass diese Rechte gewahrt werden.

Für uns heißt das erstmal konkret, dass die jetzt bei der Betriebsgesellschaft beschäftigten Menschen keine Angst um Ihren Arbeitsplatz haben müssen. Das verschafft uns in der Tarifauseinandersetzung natürlich den Rückhalt, unsere Forderung nach angemessenen Schritten hin zum TV-L und einer angemessenen Zahlung für 2015 selbstbewusst weiter zu verfolgen.

Wir begrüßen zudem die Aussage des Staatsekretärs für Wissenschaft Steffen Krach, die Mehrausgaben durch die Tariferhöhungen in den neuen Hochschulverträgen abzubilden. Bis Ende 2017 laufen allerdings die alten Hochschulverträge, in denen Erhöhungen nicht vorgesehen sind. Wir werden am kommenden Mittwoch, an dem wieder verhandelt wird, sehen, wie die Freie Universität und die Betriebsgesellschaft damit umgehen werden.

Wir jedenfalls haben in einem Schreiben an die Kuratoriumsmitglieder auch den Dissens mit der Arbeitgeberseite dargestellt: Strittig sind nach jetzigem Stand die Erhöhungen für 2015 und 2017, die Länge der Laufzeit  und unsere Forderung nach einer tarifvertraglich vereinbarten Beschäftigungssicherung, die ja nun aufgrund der Kuratoriumssitzung nicht schwer fallen dürfte. Da wir seit Anfang 2015 verhandeln, muss für uns ein Abschluss eine nennenswerte Erhöhung für das Jahr 2015 in Prozenten oder Einmalzahlung enthalten. Für das Jahr 2017 sieht die Arbeitgeberseite ebenfalls keinen Annäherungsschritt an das Tarifniveau TV-L vor, während ver.di eine weitere Erhöhung um 5% gefordert hatte. Daher die Verkürzung der Laufzeit bis zum 30.6.2016, die sich zusätzlich auch darin begründet, dass wir noch Einfluss auf die Verhandlungen der Hochschulverträge behalten wollen. Wir halten Euch auf dem Laufenden.

Wir möchten uns an dieser Stelle ausdrücklich bei unseren Unterstützerinnen und Unterstützern von FU, Personalvertretungen, Studierenden und anderen Berliner Betrieben bedanken. Da Solidarität keine Einbahnstraße ist, senden wir hiermit an die Studentischen Hilfskräfte für Ihren Kampf um einen besseren Tarifvertrag und höhere Löhne solidarische Grüße! Heute startet die Kampagne, Informationen findet ihr hier.

Solidarität mit den studentischen Beschäftigten Berlin

 

 

1 Kommentar zu "Kuratorium der FU Berlin gegen Personalabbau und für die Achtung der Mitbestimmung des Betriebsrates"

  1. Linda Guzzetti | 27. April 2016 um 9:39 | Antworten

    Liebe Kolleg*innen,
    da ich leider am Do. woanders Unterricht hatte, habe ich mich sehr gefreut, diesen Bericht lesen zu können.
    Und ich hoffe, dass ein guter Tarifvertrag bald abgeschlossen wird.
    Liebe Grüße,
    Linda Guzzetti, Lehrbeauftragte am Sprachenzentrum der FU und der Viadrina
    PS: Am besten gefällt mir Ronald mit dem Palmchen
    😀

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*