GewerkschaftsGrün unterstützt die kämpfenden KollegInnen

Hier die vollständige Solidaritäts-Erklärung von GewerkschaftsGrün:

„Liebe Freundinnen und Freunde,

am 26. Februar 2016 traten die ver.di-Kolleg*innen am Botanischen Garten in einen ersten Warnstreik.

Bisher arbeiten Beschäftigte der ausgegründeten Betriebsgesellschaft Botanischer Garten und Botanisches Museum (BG BGBM) Seite an Seite mit ihren Kolleginnen und Kollegen des Mutterbetriebes FU, erhalten aber einen deutlich geringeren Lohn und haben wesentlich schlechtere Arbeitsbedingungen. Im Besucherservice – ähnlich wie in anderen Bereichen – betragen die Einkommen der Beschäftigten der Betriebsgesellschaft nur 61 Prozent der Lohnhöhe des TV-L.

Dieser erste Streik hat zur Aufnahme von Tarifverhandlungen geführt. Dabei wurde der TV-L als Referenzrahmen akzeptiert – allerdings leider vorerst nur theoretisch. Die konkreten Vorschläge der Arbeitgeberseite musste die Tarifkommission ablehnen, da sie in näherer Zukunft nicht zu einer tatsächlichen Lohnangleichung geführt hätten. Deshalb kam es zu einem zweiten Warnstreik am 11. März 2016.

Gewerkschaftsgrün Berlin/Brandenburg unterstützt die Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit. Dem Lohndumping im Botanischen Garten muss ein Ende gesetzt werden.
Ausgliederung einiger Bereiche hat keine organisatorische Begründung, sondern dient nur der Senkung der Löhne und der Verschlechterung der Arbeitsbedingungen, daher ist sie tief demokratiefeindlich und unsozial. Zudem verträgt sich solches Handeln in keiner Weise mit dem proklamierten Selbstbild der FU: „Das wissenschaftliche Ethos der Freien Universität Berlin wird seit ihrer Gründung im Dezember 1948 von drei Werten bestimmt: Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit.“

Wir lehnen das Outsourcing von Bereichen wie Reinigung und Technik- und Besucherservice ab und treten für die vollständige Rückführung der ausgegründeten Betriebsgesellschaft in den Botanischen Garten/Botanisches Museum ein.

Mit kollegialen Grüßen,

für Gewerkschaftsgrün Berlin-Brandenburg
Armin Schäfer, Heinz Wagner, Linda Guzzetti“

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