Tarifverhandlungen

Jetzt geht’s los! Warnstreiks zur Durchsetzung unserer Forderungen. Die fünf wichtigsten Infos:

  1. In den kommenden Wochen kann es zu weiteren Warnstreikaufrufen durch ver.di kommen. Dafür verwenden wir Warnstreikaufrufe mit genauem Datum, Treffpunkten am Warnstreiktag und genau bezeichneten Beschäftigtengruppen. Nur, wenn die Angaben zu den Beschäftigtengruppen auf Dich zutreffen, bist auch Du zum Warnstreik aufgerufen. Den Streikaufruf bekommst Du direkt von Jana Seppelt oder ver.di-Mitgliedern im Betrieb. Du kannst auch Deine Emailadresse an jana.seppelt@verdi.de schicken, dann bekommst Du den Warnstreikaufruf direkt zugesandt.
  2. Bist Du zum Warnstreik aufgerufen, ruht für diesen Tag das Arbeitsverhältnis. Du bekommst kein Gehalt für den Tag. Bist Du ver.di-Mitglied, bekommst Du für den Tag Streikgeld. Wenn Du noch kein ver.di-Mitglied bist, kannst Du am Warnstreiktag im Streiklokal (siehe Warnstreikaufruf) Mitglied werden und erhältst entsprechend der Richtlinien Streikgeld.
  3. Die Streikenden müssen sich nicht beim Arbeitgeber/Vorgesetzten abmelden, ausstempeln oder in Streiklisten eintragen. Im Nachhinein könnt ihr dem Arbeitgeber über Eure Teilnahme informieren.
  4. Nach dem Ende des Warnstreiks wird das Arbeitsverhältnis fortgesetzt und der individuelle Arbeitsvertrag gilt unverändert weiter. Es muss nicht „nachgearbeitet“ werden. Der Arbeitgeber darf Dich nicht für die Teilnahme am Warnstreik bestrafen (Grundrecht!).
  5. Streiken darf jeder mit gültigem Warnstreikaufruf: Ob Du schon ver.di Mitglied bist oder noch nicht.

Wir fordern die Geschäftsführung auf, ein Verhandlungsangebot vorzulegen, das den Beschäftigten eine Referenz auf den TV-L und eine erste spürbare Annäherung an den TV-L bietet!

Hast Du darüber hinausgehende Fragen zu Rechten im Streik, wende Dich an die Betriebsgruppe von ver.di oder die zuständige Gewerkschaftssekretärin Jana Seppelt.

 

Nächste Verhandlungen am 2.3.2016

Im Oktober 2015 hat uns die Betriebsgesellschaft ein Angebot vorgelegt, wir haben daraufhin eine Mitgliederbefragung im Betrieb durchgeführt. Das Ergebnis war deutlich: Das Angebot wurde von 100% der befragten Mitglieder abgelehnt. Interessant: Auch Nicht-Mitglieder in der ausgelagerten Betriebsgesellschaft und Kolleginnen und Kollegen der FU Berlin im Gemeinschaftsbetrieb finden das Angebot zu niedrig. Vielen fehlt die Referenz und Perspektive auf den TV-L.

Das Ergebnis der Mitgliederbefragung findet Ihr hier.

 

Eins ist klar: Die nächsten Verhandlungen werden zeigen, ob unsere viele Arbeit in 2015 gefruchtet hat. Sie werden zeigen, wie ernst es das Land Berlin, der akademische Senat der FU Berlin und das Kuratorium der FU meinen. Nach Auffassung der Tarifkommission liegt der Ball im Spielfeld der Arbeitgeberseite. Eine mittelfristiges „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ heißt, dass die Betriebsgesellschaft endlich den TV-L als Grundlage nimmt und ein ernstzunehmendes finanzielles Angebot macht. Dieses muss weit höher ausfallen als das letzte Angebot von Oktober. Klar ist auch, dass wir natürlich gerne im neuen Angebot die 30 Tage enthalten hätten.

Weitere Infos gibt es im Flugblatt „Angebot weit unter den Erwartungen“.

 

Kuratorium für gleichen Lohn für gleiche Arbeit

Das Kuratorium hat nach Diskussion eines Berichtes des Kanzlers an das Präsidium, in dem der Kanzler bei Festhalten an den Tarifforderungen weitere Auslagerungen androht, folgendes an das Präsidium der FU empfohlen:

  1. Das Kuratorium empfiehlt an das Präsidium, in Gesprächen insbesondere mit den Personalräten und den Gewerkschaften nach einer Lösung des Problems zu suchen.
  2. Das Kuratorium empfiehlt, dass es rechtzeitig vor den nächsten Verhandlungen zu den Hochschulverträgen zwischen Senat und FU Berlin (die aktuellen gelten bis 2017) zu Gesprächen über die Finanzsituation des Botanischen Gartens kommt.
  3. Nach Auffassung des Kuratoriums soll von allen Beteiligten mittelfristig das Ziel „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ angestrebt werden.

 

Was heißt das jetzt für die Beschäftigten der Betriebsgesellschaft und für ver.di?

Unserer Bewertung nach ist es ein enormer Fortschritt, dass sich das Kuratorium für gleichen Lohn für gleiche Arbeit ausspricht. Wir begrüßen, dass die Notwendigkeit für eine strukturell gute Finanzierung von vielen Kuratoriumsmitgliedern geteilt wird. Klar ist allerdings, dass auch schon vor den Neuverhandlungen zu den Hochschulverträgen finanzielle Unterstützung durch FU und das Land Berlin erfolgen muss. Vermisst haben wir außerdem eine klare Aussage gegen weitere Auslagerungen. Das müssen wir zusammen als ver.di weiter einfordern und in den Gesprächen vertreten. Insofern ist die Kuh Outsourcing nur kurzfristig vom Eis.

Weitere Infos im „Bericht aus dem Kuratorium und zum Stand der Mitgliederbefragung zum Angebot der Arbeitgeber“

 

Hier geht es zum Bericht zur Aktion vom 16. Dezember 2015.