Presseinfo Nr. 201 – Probleme bei Rückführung der Betriebsgesellschaft Botanischer Garten

Berlin, 20. Oktober 2017
Nr. 201

Landesbezirk Berlin-Brandenburg
www.bb-verdi.de

P R E S S E I N F O R M A T I O N

ver.di verurteilt Missachtung der Interessenausgleichsverhandlungen zur Rückführung der Betriebsgesellschaft Botanischer Garten und Botanisches Museum

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert die Freie Universität (FU) auf, die Interessenausgleichsverhandlungen zum Botanischen Garten und Museum offen fortzusetzen und die Mitbestimmung zu achten. Eine für Montag, den 23. Oktober 2017 geplante Informationsveranstaltung, bei der die Belegschaft ohne Rederecht der Betriebsräte und der Gewerkschaft mit nicht abgestimmten Plänen konfrontiert werden sollen, verurteilt ver.di scharf und fordert, dieses zu unterlassen.

Hintergrund ist, dass das Präsidium der Freien Universität während laufender Verhandlungen zur Rückführung der Betriebsgesellschaft Botanischer Garten und Botanisches Museum in die FU ohne Mitbestimmung des Betriebsrates beschlossen hat, den Technikservice herauszulösen und in die Technische Abteilung der FU einzugliedern. Dieses Vorgehen widerspricht der Auffassung des Betriebsrates, den Technikservice wie auch alle anderen Bereiche in die Zentrale Einrichtung Botanischer Garten und Botanisches Museum (ZE BGBM) einzugliedern.

ver.di begrüßt, dass die Freie Universität die ausgelagerte Betriebsgesellschaft Botanischer Garten und Botanisches Museum nach der erfolgreichen Tarifbewegung zum 1. Januar 2018 wieder an die Freie Universität zurückholen möchte. Zu diesem Zweck finden mit dem Betriebsrat und der Schwerbehindertenvertretung zur Zeit Interessenausgleichsverhandlungen statt. Am Mittwoch, dem 25. Oktober 2017 sollte im Rahmen dieser Verhandlungen über die Eingliederung der Bereiche Besucherservice, Technikservice und Gartenservice als Einheit verhandelt werden. Der nun erfolgte Präsidiumsbeschluss und die geplante Informationsveranstaltung greifen den Verhandlungen vorweg, obwohl das Kuratorium der Freien Universität am 10. Oktober 2017 nach Intervention der Interessenvertretungen die Pläne nur zur Kenntnis genommen hatte. Bereits im Rahmen dieser öffentlichen Sitzung drang die Kanzlerin Andrea Bör immer wieder auf eine Zustimmung zu den Herauslösungsplänen, die das Kuratorium jed
och
verweigerte.

„Wie der Betriebsübergang erfolgt, ist Inhalt der Interessensausgleichsverhandlungen, in die die Freie Universität ihre Position im Rahmen des geregelten Verfahrens einbringen kann“, kritisiert ver.di-Landesbezirksleiterin Susanne Stumpenhusen, ver.di-Landesbezirksleiterin den Alleingang der FU und die Missachtung der Mitbestimmung. Der Betriebsrat hat aufgrund dieses Vorgehens eine Betriebsversammlung für kommenden Montag angekündigt, um die Beschäftigten umfassend über die Auseinandersetzung zu informieren.

Für Rückfragen: Jana Seppelt, ver.di Berlin-Brandenburg, Fachbereich Bildung, Wissenschaft und Forschung, mobil: 0151 / 1594 8842, Mail: jana.seppelt@verdi.de

Kommentar hinterlassen zu "Presseinfo Nr. 201 – Probleme bei Rückführung der Betriebsgesellschaft Botanischer Garten"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*